MathePlus als Projektkurs

 

Ab dem Schuljahr 2011/2012 können in NRW Projektkurse angeboten werden. Sie sind als zusätzliches Unterrichtskonzept infolge der mit Verkürzung der Schulzeit erhöhten Wochenstundenzahl möglich. Einige weitere Informationen dazu finden Sie auf den Seiten des Schulministeriums.

Wir empfehlen Projektkurse auf der Basis von MathePlus Aachen.

Sie genügen aller Erfahrung nach insbesondere den folgenden, vom Schulministerium geforderten Eigenschaften: Projektkurse fördern langen Atem, selbständiges und kooperatives Arbeiten, vertieftes wissenschaftspropädeutisches Arbeiten an Schwerpunkten, Sach-angemessene Kommunikation. Projektkurse unterstützen Fach-, Methoden-, Selbst- und Kooperationskompetenz.

Hintergrunderfahrungen und Formaler Projektrahmen

Aus dem gemeinsamen Anliegen der verbesserten Vorbereitung interessierter Schülerinnen und Schüler auf MINT-Studiengäge entstand MPAC 2008 als Gemeinschaftsprojekt des Couven-Gymnasiums und der Aachener Hochschulen RWTH und FH. Seitdem werden am Couven-Gymnasium MathePlus-Arbeitsgemeinschaften angeboten. Diese wurden von Anfang an gut angenommen, sind aber von den typischen mit Arbeitsgemeinschaften verbundenen organisatorischen Nachteilen betroffen (lernpsychologisch ungünstige Termine, häufiger Ausfall, Überlastung von Schülerinnen und Schülern zB rund um das Abitur).

Seit 2011 wird MathePlus am Couven auch als Projektkurs angeboten, liegt somit im regulären Vormittagsbereich und fällt weit seltener aus. Zugleich wurden an vielen weiteren Schulen iMPACt-AGs und vor allem iMPACt-Projektkurse eingeführt. Soweit wir hören wurden diese überall ausgesprochen positiv angenommen: von Schulleitern unterstützt, von Lehrkräften (teils freiwillig zusätzlich) durchgeführt, von Eltern sehr begrüßt und vor allem von Schülern gewählt.

Projektziele, Teilziele und Kompetenzen

Die Ziele des Projektkurses MathePlus ergeben sich aus dem fachlichen Zugang sowie der Unterrichtsform „Projektunterricht”. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich mathematische Strukturen und Anwendungsbereiche erarbeiten, wobei sie selbstständige, kooperative Lernformen erproben, wie sie auch im Studium vorausgesetzt werden. Wesentliche Projektziele sind:

  • verbesserte Vorbereitung auf die Mathematikanforderungen in (vor allem) MINT-Studiengängen,
  • Hilfe bei der Reflexion der eigenen Affinität zur Mathematik,
  • Nutzen der lernpsychologisch günstigen und methodisch wie affektiv prägenden Phase,
  • Fördern der mathematischen Argumentierfähigkeit,
  • Vermittlung zusätzlicher Kompetenzen wie mathematische Lesefähigkeit, Umgang mit Variablen und Parametern, abstrakten Begriffen und Axiomatik.

Unter dem Punkt iMPACt am Couven-Gymnasium werden Teilziele aufgelistet, wie sie am Couven-Gymnasium zugrunde gelegt wurden. Diese können, müssen aber nicht als Beispiel genutzt werden.

Umsetzungsschritte / Durchführung

Bei der konkreten methodischen Umsetzung der iMPACt-Kurse haben die Lehrkräfte und Schulen in Arbeitsgemeinschaften vollkommenen, in Projektkursen durch deren Rahmenvorgaben begrenzten Gestaltungsspielraum. Am Couven-Gymnasium haben sich folgende Unterrichtsformen bewährt:

  • normaler Unterrichtsstil (ist gewohnt, erleichtert den Zugang),
  • Vorlesungsstil (fordert heraus, bereitet auch methodisch auf ein Studium vor),
  • Projektstil (wird sehr ernst genommen und kooperativ gestaltet, verschafft Selbstvertrauen).

Unter dem Punkt iMPACt am Couven-Gymnasium wird die bisherige Umsetzung und Durchführung am Couven-Gymnasium exemplarisch ausführlicher beschrieben. Sie kann, muss aber nicht als Vorbild für andere Schulen dienen.

Projektergebnisse: Produkte, Dokumentationen

In der Frage geeigneter Abschluss-Projekte für die Projektkurse haben Lehrende und Schulen wiederum Gestaltungsspielraum. Denkbar sind insbesondere Kombinationen aus Präsentation und Ausarbeitung bzw. Portfolio von Gruppen, die sich eigenständig intensiver mit einem Teilthema auseinandergesetzt haben und dann das Plenum von Ihrer Arbeit profitieren lassen. Solche Teilthemen können zum Beispiel Erweiterungskapitel der Schülerarbeitshefte sein, aber auch Erweiterungen, die sich zum Beispiel aus einem in den Schülerarbeitsheften exkursartig genannten Anwendungsgebiet der mathematischen Theorie ergeben. Gemäß der Rahmenvorgaben können auch Facharbeiten an Projektkurse gekoppelt werden. Hierzu bieten sich Arbeiten auf der Basis von Zusatzliteratur an, die in Stil und Inhalt den iMPACt-Inhalten ähneln.

Sowohl für mögliche Projekte als auch für passende Facharbeitsthemen bieten wir Ihnen auf Wunsch Hilfe an.

Am Couven-Gymnasium hat sich ein System bewährt, bei dem schon innerhalb des Schuljahres mehrere Teilprojekte in Gruppen bearbeitet werden. Unter dem Punkt iMPACt am Couven-Gymnasium wird als mögliches Vorbild aufgeführt, welche Teilleistungen am Couven zu diesen Projekten erwartet werden.

Leistungsbewertung

Auch zur Leistungsbewertung bieten wir unter dem Punkt iMPACt am Couven-Gymnasium Anregungen an, wie Sie mit den Rahmenvorgaben von Projektkursen verträglich sind und den Zielen von iMPACt unseres Erachtens gerecht werden.

Kontakt

Falls Sie noch Fragen zu MathePlus Aachen (iMPACt) haben, können Sie uns gerne kontaktieren. Beachten Sie dazu die Informationen unter dem Link Kontakt.